Evang. Kirchengemeinde Castell

Kirche in Greuth
  
 

Bei der Ortschaft Greuth handelt es sich kirchenrechtlich von alters her um einen Filialort der Kirchengemeinde Castell. Eigentümer des Schul- und Rathauses mit Betsaal mit der Verpflichtung der Baulast ist die politische Gemeinde. Ebenso ist der auch 1810 neu angelegte Friedhof Eigentum der Gemeinde Greuth.

Beide Einrichtungen gingen bei der Eingemeindung 1977 an die neu entstandene Gemeinde Castell über.

In den Jahren 1702 bis 1708 erbaute die Gemeinde Greuth ein neues Schul- und Gemeindehaus. Die Kosten hierfür betrugen rund 300 Gulden. Doch bereits 100 Jahre später ist dieses Haus so baufällig, dass von 1808 bis 1810 ein größerer Bau an gleicher Stelle entstand. Unter dem Gebäude mit einem Gewölbekeller. Den Auftrag zur Bauausführung erhalten die beiden Casteller Maurermeister Hofmann und Lauer.

In die linke Haushälfte baut man durch beide Stockwerke hindurch einen Betsaal ein. Der darin befindliche Kanzelaltar dürfte dem der Kirche in Castell nachempfunden worden sein.
In der rechten Haushälfte unten richtete man das Schulzimmer ein und darüber die Rathausstube und eine kleine Lehrerwohnung. Das Gebäude ziert ein Türmchen mit zwei Glocken, ebenso wie auf dem alten Schulhaus ein Türmchen mit einer Glocke war. Die alten Glocken wurden im 1. Weltkrieg eingeschmolzen. Die neuen Stahlglocken sind von 1922 mit folgenden Inschriften:

12 Uhr Glocke – Seid fröhlich in Hoffnung
11 Uhr Glocke – geduldig in Trübsal
1 Uhr Glocke – haltet an im Gebet

Größere Renovierungsarbeiten wurden 1856, 1910 und 1963/64 erforderlich. Die neueste große Maßnahme war die Außen- und Innenrenovierung im Jahr 2001.

Termine finden Sie im Gemeindebrief Castell