Mission Logaweng

Partnerschaft unseres Dekanats mit dem Senior-Flier-Seminar in Logaweng, Papua-Neuguinea

Aktuelle Informationen finden Sie auf der Homepage der Pfarrei Rehweiler:
https://www.kirche-rehweiler-fuettersee.de/mission-und-partnerschaft

Am 12.7.1886 landete der Oberpfälzer Johann Flierl als erster lutherischer Missionar in Finschhafen. In Simbang errichtete er die erste Missionsstation. 1956 wurde nicht nur das 70jährige Jubiläum der Lutherischen Mission in Simbang gefeiert. Es wurde auch die Evang.-Luth. Kirche von Neuguinea (ELCONG) gegründet. Die konstituierende Synode beschloss, dass ein gemeinsames theologisches Seminar in Logaweng gegründet werden soll. Dieses soll den Namen des Pioniermissionars tragen und Senior-Flierl-Seminar heißen.

Logaweng liegt idyllisch auf einer Anhöhe im Gebiet von Finschhafen mit herrlichem Blick hinaus auf den Pazifik. Hier hat bereits 1906 Georg Bamler aus Burghaslach eine erste Missionsgehilfenschule errichtet. Seine Geschichte ist in den Filmen „Franken und Neuguinea“ und "Georg Bamler - Pioniermissionar aus Burghaslach" dokumentiert.
Schauen Sie doch mal rein: 

Franken und Papua-Neuguinea

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Georg Bamler - Pioniermissionar aus Burghaslach

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Gleich 1956 wurde mit dem Aufbau des Senior-Flierl-Seminars in Logaweng begonnen. Die finanziellen Mittel kamen vom Lutherischen Weltbund. 1957 konnte das Senior-Flierl-Seminar eröffnet werden mit drei nach Sprachgruppen getrennten Kursen. 

Die Partnerschaft zwischen dem Dekanat Castell und dem Pastorenseminar in Logaweng entstand lose ab 1990. Gottfried Seiler, der von 1987 bis 1995 Pfarrer in Wiesenbronn war, pflegte als ehemaliger Lehrer und Stationsmanager von Logaweng weiterhin Kontakt zu Kollegen in Logaweng. Dabei bezog er Interessierte aus dem Dekanat Castell mit ein.

Als Pfarrer Seiler in Ruhestand ging, wurde 1995 Pfarrer Ralph-Peter Zettler aus Rehweiler Missionspfarrer im Dekanat Castell. Sein Nachfolger in Rehweiler, Pfarrer Peter Schramm, übernahm von ihm 2004 diese Aufgabe. Von 2008 bis 2018 war Pfarrer i.R. Martin Oeters Dekanatsmissionspfarrer und übergab dann dieses Amt an Pfarrer Hans Gernert in Rehweiler während des Besuchs einer Delegation aus Logaweng.

Inge Derrer aus Gräfenneuses war von 1997 bis 2018 Dekanatsmissionsbeauftragte und hat sich mit Herzblut für die Partnerschaft eingesetzt. Eine Nachfolge für sie ist noch nicht gefunden. In einem Partnerschaftskreis arbeiten derzeit mit: Dekan Günther Klöss-Schuster, Hans und Karin Gernert, Birgit Scheller, Barbara Schnauder, Gerda Sturm und Gisela Firsching. Wer in diesem Partnerschaftskreis gerne mitmachen möchte, kann sich an Pfarrer Gernert wenden.

Partnerschaftsreisen nach Logaweng:
2006: Inge Derrer im Rahmen einer Studienreise mit Philipp Hauenstein
2009: Martin Oeters zum 50jährigen Jubiläum der 1. Graduation in Logaweng
2015: Dekan Günther Klöss-Schuster
2020: Hans und Karin Gernert

Unsere Gemeinden haben sich verpflichtet, einen festen jährlichen finanziellen Beitrag zu diesem Seminar zu leisten. Dieser liegt bei 7.500 €. Davon sind 5.500 € für die Schuldbildung der Kinder der Studenten und Dozenten bestimmt, 1.000 für theologische Bücher, 500 € für Kinder und Frauen und 500 € für den Hungerfonds.

Zur Ausbildungsstätte Logaweng gehören ca. 50 Gebäude (Wohnhäuser für Überseemitarbeiter, Dozenten und Studenten, Verwaltungsgebäude, Unterrichtsgebäude und eine Kirche), eine Bibliothek, eine Kinderbücherei, eine kleine Krankenstation und ein kleiner Laden, eine Elementarschule sowie eine Werkstatt, die zur Unterhaltung der Gebäude und Maschinen und der Pflege des Geländes notwendig ist.

Dekanatsmissionspfarrer Hans Gernert hat das Seminar im Februar 2020 besucht und bringt es in diesem Video nahe - die Gebäude und ihre Funktionen, das Leben auf dem Gelände, die Art der Gartenbewirtschaftung, Fauna und Flora.

In vier Beiträgen schildert Annegret Cramer, was sie und ihren Mann Knut bewegt hat, von 2017 bis 2020 als Dozenten in Logaweng zu arbeiten und welche Erfahrungen sie gemacht haben.

Schauen Sie doch mal rein und lassen sich mitnehmen auf die andere Seite unseres Globus:

Das Leben im Senior-Flierl-Seminar

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Thorsten Krafft, ein Überseemitarbeiter in Lae, der dort für das christliche Radio zuständig ist, hat Don Muhuyupe am 3. März 2021 in Lae interviewt und lässt damit die Anfänge der Partnerschaft zwischen Castell und Logaweng lebendig werden.

Pfarrer Don Muhuyupe ist 1950 geboren. Durch ein Stipendium kam er in den 1980er Jahren nach Neuendettelsau zum Weiterstudium an die Augustana-Hochschule. In dieser Zeit lernte er Pfarrer Gottfried Seiler kennen, der von 1970 bis 1977 Dozent und Stationsmanager in Logaweng und seitdem Pfarrer in Emetzheim (Dekanat Weißenburg) war. Martha Seiler wurde Patin vom dritten Kind Biangao. Familie Muhuyupe war dann auch immer wieder zu Gast im Wiesenbronner Pfarrhaus, nachdem Seiler 1987 die Pfarrstelle dort angetreten hatte.
Nach seiner Rückkehr nach Papua-Neuguinea wurde Don Muhuyupe Dozent in Logaweng . Er hielt weiterhin Kontakt mit Pfarrer Seiler und schmiedete Pläne über eine Partnerschaft zwischen dem Dekanat Castell und Logaweng. Briefe belegen diese Pläne seit 1990. Seitdem hat sich diese Partnerschaft immer mehr gefestigt und ist für beide Seiten nicht mehr wegzudenken.

Interview mit Pfarrer Don Muhuyupe im Jahr 2021

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2021 - 30 Jahre Partnerschaft

Die Partnerschaft mit dem Senior-Flierl-Seminar Logaweng besteht nunmehr 30 Jahre. Dekanatsmissionspfarrer Hans Gernert hat darüber einen Film zusammengestellt. Oft lief der Kontakt nach Logaweng über deutsche Mitarbeiter vor Ort. Sie kommen im Film zu Wort, Begegnungen bei uns und dort werden lebendig, einzelne Interviews runden das Erzählte ab. Der Film hat eine Länge von 2 ¼ Stunden.

Viel Freude mit dem Beitrag:

30 Jahre Partnerschaft

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Nachrichten aus Logaweng/ Papua Neuguinea:

2023-Logaweng-Kinder
Bildrechte Robert Baraino

Schuluniformen und ein Generator für Logaweng
(Oktober 2023)

Pastor Robert Baraino vom Senior-Flierl-Seminar in Logaweng ist gut von seiner Reise nach Deutschland zurückgekehrt. Er war hier zum Kirchentag und zum Besuch unseres Dekanats Castell.

Per Mail schickte er zwei Fotos. Das eine zeigt die Sonntagsschulkinder bei einer Prozession zum Hissen der Fahne am Unabhängigkeitstag, der jedes Jahr am 16. September gefeiert wird. 1975 wurde Papua-Neuguinea unabhängig von Australien. Nach dem Hissen der Fahne wurde eine kurze Andacht gehalten. Das andere Foto zeigt die Schulkinder, die mit dem Truck den Berg hinunter nach Gagidu gefahren werden.

Stationsmanager Norbert Köppel aus Hof ist noch bis nächstes Jahr in Logaweng. Er teilt mit, dass es eine ausgedehnte Regenzeit gibt mit teils schwieriger See. Letzthin sind drei Schnellboote gesunken. Eine Person kam dabei ums Leben. Die Stromversorgung im Seminar ist nach wie vor schwierig mit 6 Stunden Strom am Tag oder es gibt überhaupt keinen Strom. Darum will Herr Köppel einen Generator in Lae besorgen. Da in diesem Jahr keine Schulgebühren für die Kinder anfallen, wurde vereinbart, dass stattdessen Schuluniformen und ein Generator mit der Unterstützung aus Castell angeschafft werden sollen. Pastor Robert Baraino lässt alle Freunde im Dekanat, alle Pfarrerinnen und Pfarrer und ihre Gemeindeglieder herzlich grüßen.

2023-Kinder in Schuluniformen
Bildrechte Robert Baraino